Update

Boycott Pop-Kultur Festival 2018

The Palestinian Campaign for the Academic and Cultural Boycott of Israel calls for the boycott of Pop-Kultur Berlin, until it drops Israel’s sponsorship.

[Deutscher Text folgt dem Englischen]

The Palestinian Campaign for the Academic and Cultural Boycott of Israel (PACBI) calls on all participating artists in Pop-Kultur Berlin to withdraw from the festival due to its acceptance of sponsorship* from the Israeli embassy. This sponsorship comes despite eight artists withdrawing in protest from last year's festival for this very reason. (See also boycottpopkulturfestival.com)

Israel seeks associations with international festivals, such as Pop-Kultur Berlin, to art-wash its image abroad in the explicit attempt to distract attention from its crimes against Palestinians. For a supposedly progressive festival to accept sponsorship from a decades-old regime of oppression and apartheid like Israel’s is unethical and hypocritical, to say the least.

Most recently, Israel has implemented a shoot-to-kill-or-maim policy -- announced in advance -- against thousands of peaceful protesters in the besieged and occupied Gaza Strip who are struggling to achieve freedom. The dozens killed and thousands injured were not shot by accident: an Israeli forces spokesperson even said, “nothing was carried out uncontrolled; everything was accurate and measured. We know where every bullet landed.”

The International Criminal Court has warned Israel that its killings in Gaza may amount to war crimes. In light of Israel's continued violation of Palestinian human rights, accepting Israeli government propaganda money amounts to intentional complicity in art-washing Israel’s egregious violations of international law.

A few months ago, the New Zealand sensation, Lorde, announced the cancellation of a scheduled gig in Tel Aviv. When faced with an ugly intimidation and smear campaign by Israel lobby figures, dozens of world renowned artists, including Oscar-winning Hollywood stars, stood squarely in support of Lorde.

One Israeli official summarised the overt policy of cultural whitewashing like this: “We will send well-known novelists and writers overseas, theater companies, exhibits. This way you show Israel’s prettier face, so we are not thought of purely in the context of war.”

Pop-Kultur festival’s insistence on accepting Israel’s sponsorship, no matter how it spins it this year, leaves us with no choice but to appeal to all participating artists to withdraw, unless the festival rescinds Israel’s sponsorship.

An event sponsored by apartheid South Africa would have triggered the same calls for boycott by human rights defenders and progressives in South Africa, Germany and elsewhere. Similarly, refraining from normalizing Israel’s system of injustice is the least that Palestinians expect from progressive artists and cultural organizations in order not to undermine our nonviolent struggle for freedom, justice and equality.

Will you stand on the right side of history?

* PACBI’s guidelines for the cultural boycott of Israel state: "[A] public event/activity carried out under the sponsorship/aegis of or in affiliation with an official Israeli body or a complicit institution constitutes complicity and therefore is deserving of boycott."


Boykott des Pop-Kultur-Festivals 2018

Die Palästinensische Kampagne für den akademischen und kulturellen Boykott Israels ruft zum Boykott des Berliner Pop-Kultur-Festivals auf, bis es vom Sponsoring [1] durch Israel ablässt.

Die Palästinensische Kampagne für den akademischen und kulturellen Boykott Israels (PACBI) ruft alle am Pop-Kultur Berlin teilnehmenden Künstler*innen dazu auf, ihre Teilnahme am Festival aufgrund dessen Annahme des Sponsorings durch die israelische Botschaft abzusagen. Dieses Sponsoring erfolgt, obwohl acht Künstler*innen aus Protest ihre Teilnahme am letztjährigen Festival aus eben diesem Grund abgesagt hatten. (boycottpopkulturfestival.com)

Israel ist darum bemüht, mit internationalen Festivals wie dem Pop-Kultur Berlin in Verbindung gebracht zu werden, um sein Image im Ausland mit Artwashing aufzupolieren, womit es explizit versucht, von seinen Verbrechen an den Palästinenser*innen abzulenken.

Für ein vermeintlich progressives Festival ist es gelinde gesagt unmoralisch und heuchlerisch, Sponsoring eines jahrzehntelangen Unterdrückungs- und Apartheid-Regimes wie Israel zu akzeptieren.

Aktuell führt Israel eine – bereits im Vorfeld angekündigte - Shoot-to-kill-or-maim-Politik gegen Tausende von friedlichen Demonstrant*innen im belagerten und besetzten Gazastreifen durch, die sich für ihre Freiheit einsetzen. Die Dutzenden von Toten und Tausenden von Verletzten wurden nicht versehentlich erschossen: Ein Sprecher der israelischen Armee sagte sogar: „Nichts wurde unkontrolliert ausgeführt; alles war präzise und kontrolliert. Wir wissen, wo jede einzelne Kugel landete.“

Der Internationale Strafgerichtshof hat Israel gewarnt, dass dessen Töten in Gaza als Kriegsverbrechen definiert werden könne. In Anbetracht Israels fortgeführter Missachtung der Menschenrechte der Palästinenser*innen bedeutet das Annehmen von Propaganda-Geldern der israelischen Regierung bewusste Komplizenschaft beim Artwashing von Israels ungeheuerlichen Verletzungen des Völkerrechtes.

Vor einigen Monaten sagte Neuseelands Popsensation Lorde einen geplanten Gig in Tel Aviv ab. Als sie sich mit einer hässlichen Einschüchterungs- und Schmutzkampagne israelischer Lobbyist*innen konfrontiert sah, versicherten Dutzende von weltweit bekannten Künstler*innen, darunter Oscar-Gewinner*innen aus Hollywood, Lorde ihre ausdrückliche Unterstützung.

Ein israelischer Beamter brachte die offenkundige Politik der kulturellen Weißwaschung wie folgt auf den Punkt: „Wir werden bekannte Romanautoren und Schriftsteller ins Ausland schicken, ebenso Theatergruppen und Ausstellungen. Auf diese Weise zeigt man Israels schöneres Gesicht, damit an uns nicht nur im Zusammenhang mit Krieg gedacht wird.“

Das Pop-Kultur-Festival besteht darauf, das Sponsoring von Israel anzunehmen und, unabhängig von den Vorwänden, die es dieses Jahr aufbringen möge, lässt es uns damit keine andere Wahl, als an alle teilnehmenden Künstler*innen zu appellieren, ihre Teilnahme abzusagen, sollte das Festival das Sponsoring durch Israel nicht widerrufen.

Eine Veranstaltung, die durch den Apartheidstaat Südafrika gesponsert worden wäre, hätte dieselben Boykottaufrufe vonseiten Menschenrechtsaktivist*innen und progressiven Personen in Südafrika, Deutschland und anderswo nach sich gezogen. Gleichermaßen ist die Unterlassung der Normalisierung von Israels System der Ungerechtigkeit das Mindeste, was die Palästinenser*innen von progressiven Künstler*innen und Kultureinrichtungen erwarten, damit unser gewaltfreies Streben nach Freiheit, Gerechtigkeit und Gleichheit nicht untergraben wird.

Werdet ihr auf der richtigen Seite der Geschichte stehen?

[1]  PACBIs Richtlinien für den kulturellen Boykott Israels lauten: "[Eine] öffentliche Veranstaltung/Aktivität, die mit dem Sponsoring/unter der Schirmherrschaft [‘Aegis’] oder mit Beteiligung eines offiziellen israelischen Organs,  direkt oder indirekt über eine beteiligte Institution, durchgeführt wird, stellt einen Fall der Komplizenschaft dar und verdient es daher, boykottiert zu werden."


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